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Umwelt

Trotz der Tatsache, dass der Südsinai nur spärliche Wasserreserven bietet, ist diese Wüste ein artenreiches Ökosystem. Viele unterschiedliche Pflanzen und Tiere haben sich den äußerst schwierigen ökologischen Voraussetzungen,  bedingt durch diesen Wassermangel, angepasst. Die verschiedenen Lebensformen auf dem Sinai sind Musterbeispiele dafür, wie die Natur mit begrenzten Ressourcen zurechtkommt.

Die Gazelle, der Steinbock, der Fuchs, der Hyrax (Klippschliefer, ein Nager in der Größe eines Hasen und weitläufig verwandt mit dem Elefanten) und die Hyäne sind einige der Säugetiere, die für die Fauna des Sinai bezeichnend sind. Dazu gehören auch viele unterschiedliche Arten von Reptilien. Ihre Anpassung an die raue Wüstenumgebung ist beeindruckend.  Die Gazelle trinkt nicht, sondern deckt ihren Wasserbedarf durch den Verzehr von Pflanzen, die einen hohen Wassergehalt aufweisen. Der Sinaibesucher wird diesen überwiegend nachtaktiven Tieren kaum begegnen, denn sie leben gut getarnt in ihren Verstecken und ergreifen schnell die Flucht vor dem Menschen. Vögel kann man leichter entdecken, weil sie einen größeren Lebensraum haben und die Vogelfluglinien,  z. B. von  Storch und Wachtel, über den Sinai verlaufen.

Die Flora ist ebenso beeindruckend mit einer unglaublichen Vielfalt von Pflanzen, darunter ganz seltene Arten, die man nur in diesem Teil der Welt findet. Es gibt ungefähr 1 000 verschiedene Pflanzen auf dem Sinai, die ungefähr 45 % der Flora Ägyptens ausmachen, wovon  419 Arten nur in den Bergen des Südsinai vorkommen. Auch die Pflanzenwelt musste sich an die Trockenheit dieser Gegend anpassen und hat verblüffende Lösungen zur Deckung ihres Wasserhaushalts gefunden. Einige Arten haben einen sehr kurzen Lebenszyklus, sie blühen nur unmittelbar nach den selten auftretenden Regenfällen. Viele der Blumen und Sträucher werden von den Beduinen als Heilpflanzen genutzt.

Der Südsinai hat eine Fläche von 1 300 km2 mit Höhenlagen von 1 500 m bis     

2 665 m. In dieser Region der Halbinsel gibt es die ältesten Felsformationen der Welt. Granit und vulkanische Materialien haben diese Felsformationen vor 600 Mill. Jahren gebildet. Der rote Granit ist die vorherrschende Gesteinsart, aber es gibt auch Gebiete, in denen jüngeres, dunkleres Gestein vulkanischen Ursprungs seit ungefähr 10 Mill. Jahren die anderen Schichten überlagert.  In diesem Gestein finden sich auffällige schwarze Linien, die wie ein kunstvolles Geflecht die Hänge durchziehen. Roter und schwarzer Fels schaffen ein unterschiedliches Kleinklima. In den Gebieten mit dunklerem Gestein, die heißer und rauer sind, keimen und verblühen  die Pflanzen früher als in den Gebieten mit rotem Gestein.

Die zahllosen Wadis, die sich durch die schier unpassierbaren Bergketten winden, machen den Südsinai zu einer einzigartigen Landschaft und schaffen überhaupt erst die Möglichkeit, diese Bergwelt zu begehen. Das Klima, die Höhenlage und zusätzliche Regenfälle (im Vergleich zu den angrenzenden wüstenartigen Gebieten) schaffen eine ökologische Insel mit Pflanzen- und Tiervorkommen aus Südwestasien und Nordostafrika. Deshalb ist der Südsinai, besonders die höher liegende Region mit den Wadis, Objekt vieler Umweltstudien und Forschungen geworden.

Beim Packen zu Hause sollten Sie daran denken, dass es von Dezember bis Anfang März  extreme klimatische Verhältnisse auf dem Südsinai geben kann. In dieser Zeit kann es nachts in St. Kathrin Temperaturen um den Gefrierpunkt und auf den Berghöhen bis zu  -10 Co  geben, während die Tage angenehme Temperaturen von 15 bis 20 Co aufweisen.

 
Jan
Feb
Mär
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Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Max C°
16.1
18.1
17.3
23.1
29.1
31.3
32.4
32.7
30.5
24.8
21.9
15.1
Min C°
1.9
4.2
5.3
8.3
14.0
16.3
18.2
20.2
17.7
12.8
9.5
6.1

 

 
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